26.11.09

Business Angel Panel

„Alle Jahre wieder…” – Nein. Alle viertel Jahre wieder kommt nicht das Christuskind sondern das Business Angel Panel. Diese Form der Studie ist eine Initiative des Business Angel Netzwerk Deutschland e.V. oder einfach BAND genannt.

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Die neueste Ausgabe des Stimmungsbarometers lässt hoffen. Jedenfalls in den Bundesländern wo die Angels mit prallen Koffern durch die Gegend fliegen. Denn die Aussage lautet, dass Kapital zum investieren und auch die allgemeine positive Stimmung sind vorhanden.

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Woher kommt diese Motivation? Angeblich liegt es an der Krise. Die Schlussfolgerung Nummer 1 ist nämlich, dass sich zurzeit nur Existenzgründer an BA’s trauen, die selbst von sich und von dem was sie da vorhaben sehr überzeugt sein müssen. (Da kenne ich einen) Schlussfolgerung Nummer 2 ist, dass gerade jetzt Unternehmensanteile richtig preiswert sein sollen.

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Es gibt auch Ausnahmen. Denn vor ein paar Tagen konnten wir lesen, dass Xing Gründer Lars Hinrichs seine Anteile an den VC Burda Digital verkauft hat. Der Preis pro Premium-Kunde war schon ziemlich hoch, aber irgendwo doch gerechtfertigt. Wie überall gibt es auch dazu Meinungen, die dafür oder dagegen sind. Das nur am Rande.

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Der positive Anstieg war auch daran zu merken, dass mehr “Antragsteller” zu konkreten Verhandlungen eingeladen wurden. Rund 60% der BA’s investierten soviel im dritten Quartal wie zuletzt vor vier Jahren und sie haben dabei gerade mal knapp die Hälfte ihres Kapital ausgegeben.

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Auch die Business Angel sind grün geworden. Denn über 60% der Befragten würden sich in Anbieter von Umwelttechnologie einbringen wollen. Gleich danach im Attraktivitäts-Ranking kommen die Bereiche Energie und Medizintechnik. Das was die Deutschen im Export so groß gemacht hat wird von den BA’s eher verschmäht. Das sind die Bereiche Maschinen- und Anlagenbau sowie Elektrotechnik.

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Trotz aller Euphorie – tu trankilo – wie der Spanier gerne sagt, die Investitionshöhe fällt eher bescheiden aus. Diese bewegt sich in Größenordnungen von Mikrodarlehen, also irgendwas zwischen 25 und 35 TEUR. Haben oder nicht haben. Für viele reicht es völlig aus und für andere ist es eher uninteressant. Aber woran liegt das? Wie beim Aktienhandel gilt es auch hier: Kleinere Beträge und eine breitere Streuung. Die Investments bleiben gering, dafür schließen sich auch manchmal mehrere BA’s im Verbund zusammen.

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Fazit: Wer Existenzgründer und auch noch in der glücklichen Lage ist, einen Business Angel eingefangen zu haben, sollte die Chance nutzen. Ich erzähle Euch da nichts Neues. Ohne ausreichendes Kapital braucht Ihr (jedenfalls die meisten) nicht anfangen. Wenn dann auch noch die Chemie stimmt und Ihr nicht durch diesen Deal “benachteiligt” werdet, dann sollte die (Existenzgründer-)Welt erst einmal in Ordnung sein.

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Bildquelle: http://www.bz-berlin.de


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