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Welcher Existenzgründer oder welches Startup träumt nicht auch mal davon, ein Produkt zu entwickeln, was große Investoren mit entsprechender Investition würdigen? So war gestern auf PC Welt zu lesen, dass Google Ventures in das Startup Recorded Future 100 Millionen US Dollar investiert – nur für das erste Jahr natürlich. Was ist das Besondere an diesem Startup? Diese sind dabei, eine “digitale Kristallkugel” zu entwickeln, mit der es möglich sein soll, Vorhersagen, in welcher Form auch immer, machen zu können.
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Sollte das gelingen, könnte es Google z. B. egal sein, wer im Social Web die Nase vorn hat oder nicht. Google wäre in der Lage, den Aktienmarkt zu beherrschen und sich d… und d… verdienen. Aber auch Geheimdienste aller Nationen würden sich bei Google (unaufgefordert) die Türklinken in die Hand geben.
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Hier ein kleiner Einblick in die Funktionsweisen von Recorded Future.
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Aber ist es überhaupt möglich bestimmte Dinge hervorzusagen bzw. wie relevant werden solche Daten sein? Versuche dieser Art gab es schon immer. Der Mensch ist von Natur her (neu)gierig. So z. B. Peter Gloor, Informatiker am Center for Collective Intelligence (CCI) des Massachusetts Institute of Technology (MIT), der mit Hilfe von “Social Network Analysis” (SNA) herausfinden will, wie Menschen miteinander vernetzt sind. Dabei kombiniert er Methoden aus Soziologie, Mathematik und Informatik. Ziel ist es: “Die Zukunft vorhersagen. Herausbekommen, was wir morgen tun werden, auf Grundlage dessen, was wir heute sagen. Auf der mathematischen Ebene versuchen wir, Reputation und Vertrauen noch besser zu gewichten, um die Genauigkeit unserer Vorhersagen noch besser zu machen.”
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Ein weiterer Ansatz, die Zukunft vorherzusagen ist die Solomonoffs Theorie deruniversellen Induktion. Erfolgreich scheint dieses System noch nicht zu sein, sonst hätten wir alle bestimmt schon davon gehört.
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Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich vor einigen Jahren über die Firma MoneyBee gelesen hatte. Deren Auftritt war groß und die Aussagen ziemlich gewagt. Diese wollten mit Hilfe großflächiger Rechner-Vernetzung erreichen, dass aus bekannten Aktien-Kennziffern Prognosen für die Zukunft – also Aktienkurse – erstellt werden können. Das relativ kleine Programm (480 KB) sollte auf vielen, vielen Rechnern installiert werden, welches dann Berechnungen durchführt und diese Ergebnisse an MoneyBee zurück sendet.
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Schon damals gab es Skeptiker, die diese Art von Prognosen sehr in Frage stellten. Und siehe da, diese Vorhersage traf zu 100% zu. Dazu reichten anscheinend ein gesunder Menschenverstand und ein gutes Bauchgefühl.
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Einfacher kann man es haben, wenn man sich der Worte des erfolgreichen Andre Kostolany zu Herzen nimmt: “Ob Aktien steigen oder fallen, hängt letztlich nur davon ab, ob mehr dumme Menschen bereit sind, zu kaufen oder zu verkaufen.” Die noch einfachere Methode von ihm war: Aktien kaufen, wegpacken, sich nicht darum kümmern und nach Jaaaaahren wieder rausholen. Die Baisse einfach nur aussitzen.
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Um aber beim eigentlichen Thema zu bleiben, der Vorhersage der Zukunft, da finde ich die Aussage vom Wissenschaftler der Informatik Alan Curtis Kay einfach treffend: “Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu erfinden.” Wenn das mal kein Aufruf für Existenzgründer und Tüftler ist.
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Bildmaterial:thumbs.dreamstime.com; moneybee.de